Fehl am Platz!

„Ich muss mich immer so ärgern, wenn ich diesen Mist seh!“ Weils vom drüber ärgern alleine nicht anders wird, haben wir den Sonntag genutzt und was gemacht:
Tatort: Wienerberg – Rundweg um den Teich – Strecke: ca. 2km
Ausrüstung: Von der MA48 zur Verfügung gestellte Handschuhe und Warnwesten + Greifstecken und Müllsäcke
Nach 4 Stunden sind zwei 100l Säcke bis zur Hälfte voll.
Gesamtgewicht: ca.10kg

10 Personen reagierten auf unsere Zwei-Frau Sammelaktion, einige suchten das Gespräch, erkundigten sich warum wir das machen, ob das freiwillig ist? Einige sagten im Vorrübergehen einfach „Danke!“

Warum achten die einen ihre Umgebung und die anderen nicht? Liegt es vielleicht daran, dass einige Menschen sich von ihrer Umgebung missachtet fühlen? Warum fällt es vielen leichter sich immer wieder über etwas zu ärgern, als sich ein, zweimal zu bücken und mit Beispiel voranzugehen und somit zu zeigen, dass es eben nicht egal ist. Das man auch etwas schützen und sich um etwas kümmern kann, was einem nicht gehört. Ist das hinterlassen von Müll eine Art Territoriumseroberung? Hier, ich war da, seht her, ich habe konsumiert! Das Vorhandensein einer Infrastruktur soll doch nicht zum Ziel haben Menschen von ihrem Verantwortungsbewusstsein zu entlasten. Ent-Sorgen. Ich erinnere mich noch genau an die sorgsam zugemüllten Hörsäle nach den Vorlesung und das Dauerargument – „Wozu gibts Putzfrauen?“ Welches Verhältnis hat folglich jemand zu seinen Mitmenschen, seiner Umwelt und zu sich selbst, wenn ihm/ihr seine/ihre Umgebung so gleichgültig ist. Wo bleiben Liebe zum und Respekt vor dem Gegenüber, sei es Mensch, Tier oder Natur?

Eins steht fest … wir werden es wieder tun!